Long-Covid - Pacing und Regeneration

Angebote, die bei der Rehabilitation von Long-Covid-PatientInnen unterstützend wirken können:



Was bedeutet "Pacing"?

Zentrale Botschaft ist, die Grenzen des eigenen Körpers kennen zu lernen und zu achten. In der Rehabilitation ist das "über die eigenen Grenzen trainieren" üblich und auch notwendig, um wieder fit zu werden.

Genau das ist bei "Long-Covid" oft kontraproduktiv, da damit ein neuer Long-Covid-Krankheitsschub ausgelöst werden kann. Bei ME/CFS-PatientInnen (Fatigue-Syndrom) ist der achtsame Umgang mit den eigenen Ressourcen wichtig und Überlastung sollte vermieden werden.

"Pacing" ist bei ME/CFS elementarer Bestandteil multimodaler Therapiekonzepte. 

Da das Fatigue-Syndrom ein Long-Covid-Leitsymptom darstellt (neben mittlerweile mehr als 100 weiteren bekannten Symtomen) gilt es für Long-Covid-PatientInnen diese langjährigen Erfahrungen zu nützen und die Grundsätze des "Pacings"zu beachten, um weitere Schübe bestmöglich zu vermeiden oder wenigstens zu verzögern.

Pacing ist nicht auf die rein körperliche Rehabilitation eingrenzbar, die Auswirkungen auf die Psyche sind bedeutend. Somit ist jede Unterstützung gut, welche die Psyche darin stärkt, die eigenen Grenzen kennen zu lernen, anzunehmen und sich daran achtsam zu orientieren.

Grenzen werden in unserer schnellen und anspruchsvollen  Leistungsgesellschaft oft als lediglich zu Überwindendes wahrgenommen.  Das Konzept des "Pacings" ist eine mögliche Leitlinie, um das Ertasten der Grenzen und die Bedeutung derselben wahrzunehmen und ein eigenes, gesundes Spürbewußtsein zu entwickeln.

Damit ist ein wichtiger Beitrag möglich, damit die Long-Covid-Erkrankung einen bestmöglichen Heilungsverlauf nehmen kann.

("Spürbewußtsein" ist Grundbedingung für Entwicklung und Heilung. Peter Schellenbaum)